RH #271Interview

NILE

Tour de Kultur

Mitten im sonnigen South Carolina sitzt ein 46-jähriger Mann in seiner Wohnung und denkt an Pharaos und Sarkophage. Doch dann schreckt ihn das Bimmeln des Telefons hoch. Karl Sanders nimmt den Hörer ab und freut sich, über das sprechen zu dürfen, woran er gerade gedacht hat.

Karl, wenn du die Chance hättest, ein Archäologenteam auf eine zweijährige Expedition nach Ägypten zu begleiten: Würdest du NILE auf Eis legen und die Wissenschaftler begleiten?

»Zwei Jahre auf Wüstentour? Das klingt für mich sehr verlockend, und der Hobby-Ägyptologe in mir würde jubeln. Dummerweise müsste ich auf etwas verzichten, das mir ebenfalls viel Freude bereitet und zudem mein Einkommen sichert. Ich könnte NILE nicht auf Eis legen. Meine Bandkumpels, aber auch mein Label würden mir wohl die Hölle heiß machen (lacht). Aber in einem anderen Leben wäre ich mit Sicherheit Forscher.«

 

Hast du wegen eures außergewöhnlichen lyrischen Konzepts jemals Feedback auf Ägypten erhalten?

»Oh ja! Und nicht nur aus Ägypten, sondern auch aus Iran, Irak, Syrien, Saudi-Arabien und so weiter.«

 

Das bedeutet, dass es in diesen Ländern NILE-Fans gibt.

»Nicht besonders viele, aber immerhin. Jedenfalls haben Fans aus diesen Ländern den E-Mail-Kontakt zu mir gesucht.«

 

Hat eure Musik oder die textliche Seite diese Fans animiert, dich zu kontaktieren?

»Ein Fan aus Iran brachte es am besten auf den Punkt. Er schrieb mir: „Mir sind eure iranischen und orientalischen Melodien eigentlich egal, denn die höre ich sowieso...

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