RH #264From the Underground

WATCHTOWER

Ich bin kein Taxi

 

Wie oft wird mit Worten wie „Kult“, „Klassiker“ oder „genial“ um sich geworfen, wie oft entpuppen sich die jeweiligen Bands nur als laues Lüftchen. Nicht so WATCHTOWER. Die Texaner haben mit ihren beiden kultigen, klassischen, genialen Achtziger-Alben (nicht nur) den Progressive Metal geprägt, wie es sonst lediglich Fates Warning und Dream Theater gelungen ist. Im April 2010 gibt die Band auf dem „Keep It True“-Festival ein Comeback, und das seit ewig und drei Tagen angekündigte dritte Album „Mathematics“ soll nun auch endgültig erscheinen. Wir erkundigten uns bei Gitarrist Ron Jarzombek, ob das denn wirklich alles wahr ist.

 

 

Ron, wie kam es zur Wiedervereinigung?

»Die KIT-Veranstalter wollten uns schon länger buchen, aber wir haben immer abgelehnt - vor allem, weil ich meinen Bandkollegen irgendwann gesagt habe, dass ich mit WATCHTOWER erst wieder auf die Bühne gehe, wenn „Mathematics“ fertig ist. Nichts gegen die ersten beiden Platten, aber ich lebe nicht gerne in der Vergangenheit. Außerdem mochte ich es bei unseren 2000er Reunion-Shows nicht, immer auf „Mathematics“ angesprochen zu werden. Ich kam mir vor, als wäre ich Mitglied bei einer Truppe von Faultieren, die es nicht gebacken bekommt, irgendwas fertig zu stellen. Als ich dann letztens das neue Cynic-Album, das gerade mal 35 Minuten lang ist, hörte, kam ich ins Grübeln. Wir haben mit WATCHTOWER in den letzten Jahren zwar echt viel Mist komponiert, ´ne gute halbe Stunde an veröffentlichungswürdigem Material...

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