RH #257Interview

Sie schlugen das große Majorlabel-Geld aus, schickten Star-Producer Brendan O´Brien in die Wüste und brachten um ein Haar ihre Vermieter in den Knast. ROSE HILL DRIVE sind die kompromisslosesten der jungen Classic-Rock-Durchstarter.

Etwas Großes passiert. Etwas ganz Großes. Etwas, das Liebhabern knuspriger Bratgitarren, die ihren Lieblingssound schon in einer faden Pampe aus kreischbrülligem Metalcore, fast genauso ohrwurmfeindlichem Melodic Death Metal und bemitleidenswert schlaffem Silbermond/Killerpilze-Pseudorock untergehen sahen, den Glauben an die vitalisierende Kraft guter Riffs wiederzugeben vermag. Erdiger, handgemachter harter Rock, nennt ihn Classic Rock, Retro-Rock, Kraul-mir-die-Eier-Rock oder wie auch immer, bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg zurück dorthin, wo er in den siebziger Jahren schon mal war, bevor er dem Größenwahn verfiel und konsequenterweise von der Punkrock-Guerilla vom Olymp geschossen wurde. Das Sympathischste an den neuen Classic-Rock-Gipfelstürmern wie Airbourne, Jaded Sun oder Wolfmother: Sie schauen nicht zurück, sondern nach vorne, entwickeln ihre musikalischen Wurzeln konsequent weiter und erreichen die Herzen der Menschen genauso schnörkellos und nachhaltig wie einstmals Led Zeppelin oder The Who.

»Das Faszinierende am Classic Rock ist, dass er nach all den Jahrzehnten immer noch locker sämtliche Trends aussticht«, schwärmt Jacob Sproul, ein bedächtiger Mittzwanziger aus Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Mit seiner Band ROSE HILL DRIVE,...

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