RH #255Krach von der Basis

MERCILESS DEATH

We have arrived - Krach von der Basis

Ein Thrash-Revival wird immer wieder gern ausgerufen, auch wenn die meisten Kapellen, die unter dem Banner firmieren, zahnlosen Midtempo-Schrott abliefern, sich modernen Einflüssen öffnen oder kreativ nur noch ein Schatten ihrer eigenen alten Heldentaten sind. Doch 2008 ist es tatsächlich so weit, und in vorderster Front rumpeln die Ami-Westküstler MERCILESS DEATH, die ganz genau wissen, wo der wahre Old-School-Hammer hängt.

»In den Neunzigern wurden die Bands immer langsamer, man nannte sie aber nach wie vor Thrash. Das stinkt! Es wird echt Zeit, da eine Linie zu ziehen.«

So spricht der 22-jährige Dan Holder, Gitarrist des flotten Dreiers, der mit seinem Zweitling „Realm Of Terror“ wieder in bester Mittachtziger-Tradition durch die Walachei brettert.

»Ich habe als Elfjähriger „Kill ´Em All“ in die Finger bekommen. Das war die Initialzündung. Mit 15 hörte ich „Reign In Blood“ und bin dem Thrash völlig verfallen. Meine Lieblingsplatten sind das absolut perfekte „Hell Awaits“ von Slayer, Infernäl Mäjestys „None Shall Defy“, alles von Possessed, Venom, Mercyful Fate... Mann, ich könnte jetzt noch ewig weiterreden! Ich liebe auch deutsche Gruppen wie Protector, Iron Angel, Violent Force und Exumer.«

Von Letzteren trägt Dan sogar ein Tattoo auf der Haut. Es ist daher kein Wunder, dass dem True-Thrasher die wie Pilze aus dem Boden schießenden Kopisten-Bands, die der neuen Prügel-Metal-Welle schon wieder das Herzblut entziehen, bevor sie überhaupt richtig durchstarten kann, ein...

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