RH #255Interview

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»Wir sind verloren«

Einer der begnadetsten Songschreiber der Alternative-Metal-Szene meldet sich nach sechsjähriger Funkstille endlich zurück. Mit gewonnener Reife, revidiertem Weltbild und gefundenem Seelenfrieden überrascht der Mann aus Chicago sowohl seine Fans als auch die Presse.

Richard, als wir vor sechs Jahren über dein damaliges Album „The Amalgamut“ sprachen, hast du mir wie ein Mantra folgende Aussagen immer wieder vorgebetet: George W. Bush sei ein großartiger Präsident, ein Angriff auf den Irak sei eine gute Entscheidung, Amerika sei das supertollste Land unter der Sonne - und du seist ein stolzer Amerikaner. Wie stehst du heute zu diesen Aussagen?

»Vor sechs Jahren befand ich mich in einer Krise. Ich hatte gesundheitliche Probleme, ich hatte große familiäre Probleme, ich stand sehr oft neben mir. Deshalb kann es sein, dass ich viele Sachen sehr provokativ, unüberlegt und überspitzt gesagt habe. Wie auch immer: Der Krieg gegen den Terrorismus ist notwendig und wichtig. Dieser Meinung bin und werde ich bleiben. Mit Terroristen meine ich jene Leute, die Gebäude in die Luft sprechen oder das Judentum ausrotten wollen. Was den Irakkrieg betrifft: Da muss ich meine Meinung relativieren, denn dieser Krieg war weder notwendig noch irgendwie sinnvoll. Dieser Krieg hat Chaos und Leid gebracht, es ist ein Krieg, dessen Ende nicht abzusehen ist. Ich vermute, dass es hier nur um Öl geht. Um Demokratie geht es jedenfalls nicht. Und um George W. Bush noch ins Spiel zu bringen: Er ist kein guter...

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