RH #253Krach von der Basis

MARTRIDEN

Der Geist aus dem Schlüsselloch - Krach von der Basis

Normalerweise ist unterkühlter, mechanischer Death- und Black Metal eher das Terrain der Skandinavier. Die Amis MARTRIDEN wollen mit dieser Tradition brechen und haben mit „The Unsettling Dark“ soeben ein ernst zu nehmendes Longplay-Debüt abgeliefert, das im Dunstkreis von Emperor, Zyklon und Konsorten durchaus Akzente setzen kann.

Der Start der 2005 im Staate Montana gegründeten Combo verlief zunächst etwas holprig, denn die gleichnamige Debüt-EP kam doch arg unfertig rüber und ließ das Potenzial des Quintetts bestenfalls erahnen. Gitarrist/Sänger Shane Howard schiebt die musikalische Unreife auf sein damaliges Alter:

»Als ich die Songs für die EP schrieb, war ich gerade mal 17 Jahre jung. Im Vergleich dazu klingen die Songs auf „The Unsettling Dark“ wesentlich ausgereifter und ambitionierter.«

Positiv hat sich auf alle Fälle auch die Integration eines Drummers ausgewirkt, denn ein Drumcomputer war auf Dauer keine befriedigende Lösung für eine Band wie MARTRIDEN.

»Kick und Snare werden bei uns getriggert, ansonsten verzichten wir mittlerweile auf Hilfsmittel. Du solltest uns mal live erleben, da bekommst du ein gänzlich anderes Bild von MARTRIDEN!«

Als Haupteinflüsse führt der 22-jährige gelernte Koch folgende Kapellen an:

»Wir werden von verschiedenen Künstlern und Musikern beeinflusst, aber am meisten haben uns Emperor, Enslaved, Opeth, My Dying Bride, Death, die alten Iced Earth, Bloodbath, Hypocrisy und Immortal geprägt.«

Mit Emperor konnte man sogar schon mal...

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