RH #251Interview

MEILENSTEINE: Jugenderinnerungen zu verkaufen - Die Bedeutung des Themas „Reunion“ im Rock & Metal (Holger Stratmann)

Im zweiten Teil unserer Jubiläums-Serie blicken wir zurück auf die goldene Ära des Thrash Metal und die Entwicklung der Metal-Mode, beschäftigen uns mit dem Problem der steigenden Konzertpreise und beleuchten das kaum weniger kontroverse Thema „Reunions“.

Künstler, auch wenn sie in Ketten- und Nietenoutfits knallharten Metal spielen, sind sensible Seelen. Und wer sich mit Bands beschäftigt, muss wissen, dass es sich um fragile Gemeinschaften handelt, die stets kurz vor dem Zusammenbrechen stehen. „Musikerehen“, die 30 Jahre oder mehr überleben wie bei Rush oder Status Quo, sind die absolute Ausnahme. Wer diese Rock-Dinosaurier zuletzt live auf der Bühne gesehen hat, muss nicht lange an deren Erfolgsrezept rätseln: Bodenständigkeit, Freude an der Musik und gegenseitiger Respekt - mehr braucht es nicht. Natürlich ist man auch irgendwie „befreundet“, im offiziellen Sprachgebrauch zumindest, aber wer näher hinsieht, spürt auch eine gesunde Distanz. Quo-Sänger Francis Rossi sitzt abends gerne allein mit seinem Haschpfeifchen im Privatkämmerchen des Tourbusses und überlegt, wie er demnächst sein Rosenbeet in England gestaltet, während Rick Parfitt am entgegengesetzten Ende des Mobils von Sonne, Meer und seiner Segelyacht in Spanien träumt. Neil Peart fährt mit dem Motorrad einsam dem Tourtross hinterher, während die Kollegen nervigen Journalisten zum x-ten Mal das Erfolgsgeheimnis von Rush erklären. Leben und leben lassen. So etwas funktioniert.

Stress gibt es hingegen, wenn nicht...

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