RH #250Krach von der Basis

DEATHEVOKATION

Frühstück mit Chuck - Krach von der Basis

Schwedens untote Grabesflüchtlinge Evocation und die Ami-Newcomer DEATHEVOKATION teilen nicht nur wesentliche Namensbestandteile. Beide Death-Metal-Sensationen des vergangenen Jahres verbinden Authentizität, Nostalgie, ihre Liebe zu Asphyx und das Festhalten an Stockholmer Schwedentod-Prinzipien.

Das Debüt „The Chalice Of Ages“, das von Imperium Productions demnächst noch mal als Gatefold-Doppel-LP aufgelegt wird, hat mehr Finessen im Angebot als nur karge Doomdeath-Walzen mit Elchgeschmack. „Alte Schule“ bedeutet für Götz Vogelsang, den vom westfälischen Hagen nach Kalifornien ausgewanderten Sänger und Gitaristen, ebenso sein Nick-Holmes-Grabesrezitativ, die Massacre-Verbeugung im Albumtitel, latente Bolt-Thrower-Grooves und die obskure Aura finnischer Death-Metal-Unikate aus der Vorzeit.

Zudem liebt das Quartett anständiges Bier aus »alten Dortmunder Krügen mit giftigen Bleideckeln, damit wir bald alle keine Zähne mehr haben. Die habe ich meinem Vater geklaut«, lacht Götz über die Fotosession für das Album-Booklet. »Wir sind auf dem Rückweg von den La Jolla Coves in unseren Lederhosen und Stiefeln fast abgesoffen. Die Höhlen stehen bei Flut unter Wasser.«

Der Autodidakt an den sechs Saiten stand zuvor in den Diensten von GutRot aus San Diego, konnte sich mit deren chaotischem, identitätslosem Grind aber nie identifizieren.

»Das Jahr mit mir war ihr beschissenstes - man kann es sich nicht anhören. Als würde man ein Gummiband nehmen, und die einen laufen nach links und...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.