RH #249Krach von der Basis

DRAWN AND QUARTERED

Fickt euch! - Krach von der Basis

Rüde, gnadenlos und hundsgemein. Das US-Quartett DRAWN AND QUARTERED kackt genüsslich auf sämtliche Genretrends der letzten zehn Jahre und serviert mit „Merciless Hammer Of Lucifer“ bereits zum fünften Mal völlig zeitlosen Death Metal der zerstörerischsten Sorte. Wir sprachen mit Sänger Herb Burke.

Herb, ihr habt die Band 1993 in Seattle aus der Taufe gehoben. Damals war Grunge mächtig populär, und viele Bands aus der Westküstenmetropole bekamen oft nur deswegen einen Plattenvertrag hinterhergeworfen, weil sie lange Haare hatten und in irgendeiner Form schrammeligen Gitarrenrock spielten. Für Death-Metal-Musiker vermutlich eine eher frustrierende Situation...

»Stimmt schon, das war damals keine einfache Zeit. Für Death Metal interessierte sich kaum jemand in der Stadt, und es gab auch nur wenige Musiker, die Death Metal spielen wollten. Stattdessen verlegten etliche Möchtegern-Rockstars in der Hoffnung auf einen Plattenvertrag ihren Wohnsitz nach Seattle. Der ganze Hype hatte aber auch sein Gutes. Dadurch, dass wir so wenige waren, war die Death-Metal-Szene in Seattle sehr verschworen und entwickelte eine „Fickt euch, jetzt erst recht!“-Mentalität.«

Warum ist „Merciless Hammer Of Lucifer“ eine bessere und reifere Platte als der Vorgänger „Hail Infernal Darkness“?

»Zum einen klingt die Produktion diesmal deutlich besser. Wir haben die Scheibe in einem anderen Studio mastern lassen, was man klar hört. Für meinen Geschmack hätte der Bassbereich zwar noch was wuchtiger...

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