RH #248Krach von der Basis

VESANIA

Dunkle Kräfte - Krach von der Basis

Bei den Polen VESANIA ist das Ganze immer mehr als nur die Summe der prominenten Protagonisten, als da wären: Behemoth-Bassist Orion und Vader-Schlagzeuger Daray. Mit „Distractive Killusions“ spielen die Jungs nämlich eine weitere Steilvorlage in Sachen avantgardistischer, symphonischer Black Metal und lassen Fans von Emperor, Limbonic Art und Dimmu Borgir mächtig staunen.

»Ich bin nicht sauer, dass man uns andauernd mit Dimmu Borgir vergleicht«, plaudert Orion am Telefon munter drauflos. »Das ist ja eine tolle Band, und ich kann den Vergleich auch nachvollziehen. Aber persönlich sehe ich gar nicht so viele Ähnlichkeiten.«

Allein schon das textliche Konzept unterscheidet die Polen von der Masse der Black-Metal-Bands.

»Stimmt. Eigentlich ist das ganze Album weniger organisiert als das letzte, was den Zusammenhang von Musik, Bildern und Coverartwork angeht. Wir sind mehr oder weniger das ganze Jahr auf Tour, und deshalb hatten wir nur einen Monat Zeit, um unsere Songideen auszuarbeiten. Wir haben im Januar 30 Tage lang täglich geprobt und sind im Anschluss gleich ins Studio gegangen. Trotzdem steht hinter den Songs ein Konzept, das sich mit Dingen befasst, die sich hinter unserer oberflächlichen Realität verstecken. „(K)Illusionen“, die unser tatsächliches Sein reflektieren. Deshalb auch das Cover mit der Harlekinmaske.«

Klingt, als wären VESANIA richtige Freizeitphilosophen. Es dürfte nicht viele Black-Metal-Bands geben, die derart intelligente Texte zusammenbasteln.

»Al...

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