RH #242Interview

QUEENS OF THE STONE AGE

Spuren der Nacht

Es ist wahrhaftig keine leichte Kost, die die QUEENS OF THE STONE AGE ihren Fans auf „Era Vulgaris“ servieren. An die sperrigen und vertrackten Songs der Truppe um Mastermind Josh Homme muss man sich zunächst gewöhnen. Ganz im Gegensatz dazu gestaltet sich das mit 20 Minuten leider viel zu kurz bemessene Telefongespräch mit dem charmanten (»I´m in the mood for love!«) und zum Philosophieren aufgelegten Rotschopf von Anfang an äußerst entspannt.

osh, bei der Vorgänger-Scheibe „Lullabies To Paralyze“ hast du durchblicken lassen, dass dich die Märchen der Gebrüder Grimm zu deinen Texten inspiriert haben. Was spukte diesmal in deinem Kopf herum?

»Das war am Anfang ein richtiger Krampf. Wir waren bereits seit zwei Monaten am Aufnehmen, und ich hatte noch so gut wie keine Lyrics geschrieben, weil ich das Gefühl hatte, nichts Relevantes zu sagen zu haben. Auf den Fahrten vom Studio nach Hause bin ich in den frühen Morgenstunden regelmäßig durch Hollywood gefahren, während die Reinigungstrupps die Spuren der Nacht beseitigten. Angeregt von diesen Bildern kam ich ins Grübeln über meine Generation und die Zeit, in der wir leben. Im Grunde ist es eine großartige Ära, denn jeder hat die Freiheiten, sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es den Menschen heutzutage schwer fällt, Entscheidungen zu treffen. Man wird von Informationen geradezu überschwemmt, und durch diesen Wust muss man sich erst mal wühlen, bevor ein Entschluss gefasst...

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