RH #238Krach von der Basis

SUDDEN DEATH

Lächeln verboten! - Krach von der Basis

Wenn eine Band nach 17 Jahren immer noch von sich behaupten kann, total Business-unabhängig ihr eigenes Süppchen zu kochen, und quasi alles in Eigenregie durchzieht, hat das heutzutage absoluten Seltenheitswert und ist in jedem Falle eine Story wert.

Die seit 1990 bestehenden Osnabrücker Death-Metal-Spezialisten SUDDEN DEATH haben soeben mit „Rethroned“ ihren vierten Silberling rausgebracht, der ganz in der Tradition von Bands wie Vomitory, Bolt Thrower oder Malevolent Creation brutal und kompromisslos die Eingeweide umkrempelt. Normalerweise dürfte das Quartett mit diesem im Soundlodge-Studio (Obscenity, God Dethroned, Dew-Scented) produzierten Nackenbrecher keinerlei Probleme haben, einen Plattendeal einzustreichen. Doch genau darauf hat die Combo eigentlich keinen Bock, wie uns Bassist Markus Weckermann verrät.

»Es war schon immer unser Credo, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um die üblichen Zwischenverdiener auszuschalten. Wir wollen von den Ticketpreisen bis hin zu den T-Shirt-Verkäufen alles selbst unter Kontrolle haben. Es spielt uns durchaus in die Karten, dass bislang noch keine Labels angeklopft haben. So wie es derzeit läuft, ist es optimal, und wir verkaufen von jeder Scheibe deutlich mehr Einheiten als so manche Band mit Deal.«

Markus ist ein absoluter Freak, der den Underground-Gedanken nach wie vor im Herzen transportiert. Bevor der knapp 40-jährige Familienvater 1998 zu SUDDEN DEATH stieß, zupfte er bei den Prog/Jazz/Techno-Thrashern Deterrent den...

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