RH #232Interview

OBSCENITY

Zwangshandlungen und Beinverlust

Mit der Ausdauer eines Langstreckenläufers durchpflügen die Oldenburger OBSCENITY seit 1989 den Death-Metal-Underground und haben bislang im Zwei-Jahres-Takt ihre Scheiben veröffentlicht. „Where Sinners Bleed“ heißt die neueste Nackenschelle, für die man sich diesmal allerdings vier Jahre Zeit gelassen hat.

Das Warten hat sich gelohnt, denn auf dem achten Studio-Longplayer wurde das technisch versierte, nordamerikanisch geprägte Todesstahlgerüst noch durch kernige Thrash-Einflüsse aufgemotzt, die es in sich haben. Noch schneller, noch brutaler und noch präziser schrauben einem Songs wie ´Die Again´, ´Out Of The Tombs´ oder ´The Bullet That Kills´ die Rübe vom Rumpf und lärmen ohne Zweifel in einer Liga mit den Auswürfen einer Combo wie Malevolent Creation. Wir schnappten uns Sänger Oliver Jauch, nordisch kühl, aber stets freundlich und durch und durch sympathisch.

 

Oliver, wie fühlt man sich eigentlich als Sänger einer der am meisten unterbewerteten Death-Metal-Bands Europas?

»Erst mal vielen Dank dafür, dass du uns für unterbewertet hältst. Ich glaube, dass wir mit unserer Stellung in der Szene recht zufrieden sein können. Gemessen an der Tatsache, dass wir nie eine große Plattenfirma im Rücken hatten, die uns gepusht hat, sind wir echt zufrieden mit dem bisher Erreichten - auch wenn es natürlich ein klein wenig mehr sein könnte.«

Stichwort Plattenlabel: Die gemeinsame Arbeit mit eurer langjährigen Plattenfirma Morbid Records ist während der Aufnahmen zu „Where Sinners...

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