RH #226Interview

MASTODON

Operation gelungen: Deutschland erobert

Die derzeit heißeste Extrem-Metal-Band sagt mit zwei neuen Veröffentlichungen ihrem Entdecker-Label Lebewohl und bereitet sich auf den großen und weiten Major-Kosmos vor. Vergleichbares gab es bislang nur bei Slayer und Pantera. Ob das wohl gutgeht? Mühlmann befragte Drummer Brann Dailor.

Als die Schweden-Thrasher The Haunted vor etwa zwei Jahren die deutschen Clubs beackerten, dröhnte im Vorprogramm ein tätowierter Haufen namens MASTODON. Der merkwürdige Stilmix, irgendwo zwischen Neurosis, Helmet sowie Hardrock der siebziger Jahre, riss im Hamburger „Logo“ höchstens zehn Zahlende mit. Der schweigende Rest - darunter auch Zeitgenossen, die heute beharrlich behaupten, schon immer Fan der vier Amerikaner gewesen zu sein - reagierte mit Unverständnis oder Gleichgültigkeit.

15 Monate später: MASTODON verwüsten als Headliner die deutschen Clubs. In Hamburg drehen etwa 400 ergebene Diener (darunter die Chefetage von Warner Music Deutschland) komplett durch, kaufen den Merchandise-Stand leer, und das aktuelle Album der Shooting-Stars, „Leviathan“, genießt beinahe schon Religionsstatus. Zumindest hat die Platte die Qualität eines VW Käfer: Sie läuft und läuft und läuft.

Nochmals zwei Monate später: MASTODON verlassen ihr kultiges Extrem-Label Relapse Records und unterzeichnen einen weltweiten Deal bei Warner Music.

Anfang Januar 2006: Brann Dailor hasst die kalte Jahreszeit und kann sich nicht vorstellen, den Winter in einer Stadt zu verbringen, in der das Thermometer minus...

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