RH #221Krach von der Basis

HIDDEN IN THE FOG

Der reine Wahnsinn

Deutschlands Black-Metal-Szene fristet seit fast zwei Jahrzehnten mit obskuren regionalen Möchtegernstars und peinlichen Hypes ein Mauerblümchendasein in der internationalen Szene. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass die Magdeburger Avantgarde-Schwarzmetaller HIDDEN IN THE FOG mit „Damokles“ ein Kunstwerk erschaffen haben, das sogar Szenegrößen wie Emperor in den Schatten stellt.

Hinter den Tolkien-Pseudonymen Ghash und Gorbag verbergen sich die Gebrüder Sidi und Mamadou Koné. Die Namen klingen ziemlich afrikanisch.

»Genau! Unser Vater ist aus Mali und unsere Mutter Deutsche«, erklärt Sidi, der als Ghash für Vocals und Gitarren zuständig ist. »Geboren wurden wir in Deutschland, aber zwischenzeitlich haben wir auch vier Jahre lang in Mali gelebt. Seit 2000 studieren wir in Magdeburg, vorher waren wir in verschiedenen Regionen Deutschlands zu Hause.«

Nach der viel versprechenden EP „Abstract Maelstrom Paragon“ haben die Jungs mit „Damokles“ einen Quantensprung geschafft. Wie war der überhaupt möglich?

»„Abstract...“ haben wir Ende 2002 als reines Demo aufgenommen. Wir waren ziemlich unter Zeitdruck und haben schnell vier Songs aufgenommen. An „Damokles“ sind wir wie an ein Album herangegangen und haben von vornherein gesagt, dass wir uns so viel Zeit nehmen, wie wir eben brauchen. Es gab kein Limit.«

Woher kam der finanzielle Background für diese aufwändige und im Underground unübliche Arbeitsweise?

»Wir haben den größten Teil im Studio eines Bekannten aufgenommen, was...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.