RH #219Schwatzkasten

MÖTLEY CRÜE

NIKKI SIXX (Mötley Crüe)

 

Der Mötley-Crüe-Reunion-Express rast mit Volldampf durch Europa. Wenige Stunden vor seinem Auftritt in der Sendung „tv total“ lädt Coolness-Gott NIKKI SIXX zum Gespräch in ein Kölner Luxushotel. Dort fläzt sich der sympathische Bassist auf einem Sessel und schält mit einem riesigen Messer erst mal einen Apfel.

 

 

Nikki, wann und wo wurdest du geboren?

 

»Am 11. Dezember 1958 in San Jose.«

 

Gibt es bestimmte Momente, die du besonders mit deiner Kindheit verbindest? Wie würdest du deine Kindheit beschreiben?

 

»Ganz einfach: fucked. Mein Vater war praktisch nicht existent und meine Mutter ständig unterwegs und kaum für mich da. Es war keine Kindheit in dem Sinne, wie man sich eine „richtige“ Kindheit gemeinhin vorstellt. (Er atmet tief durch und schüttelt nachdenklich den Kopf.) Ich denke nicht gerne an diese Zeit zurück. Und es gab auch nicht viele Momente, die es wert wären, sich heute überhaupt noch daran zu erinnern. Es hat sehr lange gedauert, bis ich meine Jugend akzeptieren und verarbeiten konnte. Aber alles im Leben hat wohl einen festen Sinn. Ich bin selber überrascht darüber, aber das Alter scheint tatsächlich so etwas wie Weisheit mit sich zu bringen. Wenn ich heute aus entsprechender Entfernung auf diese Zeit zurückblicke, erkenne ich, dass speziell meine Mutter aus ihrer Situation heraus immer das Beste für mich gegeben hat. Sie war halt das, was man unter einem Kind der Sechziger versteht, und sie wollte in allem, was sie tat und wie sie dachte, frei und ohne Einschränkungen bleiben. Dabei hat sie übersehen, dass ihre Art, ihr Leben zu leben, nicht nur ihre persönliche Sache war, sondern mich genauso betraf und beeinflusste. Aber „Shout At The Devil“ ist auch nicht das schlechteste Ergebnis einer Jugend. Von daher scheint alles einen Zweck gehabt zu haben.« ...

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