RH #217Interview

JOE PERRY

»Bring den Müll runter, Schatz!«

Nach der Blues-CD „Honkin´ On Bobo“ ist auch JOE PERRYs selbstbetitelter vierter Alleingang wieder keine klassische Aerosmith-Hardrock-Scheibe geworden. Den Ex-Toxic-Twin kratzt das nur mäßig.

»Natürlich weiß ich, dass einige Fans mit „Joe Perry“ nicht viel anfangen können«, gibt der ausgesprochen freundliche und entspannte 55-Jährige zu. »Viele andere mögen aber diesen Blues-Touch. „Rocks“ oder „Toys In The Attic“ haben sie schließlich schon im Regal stehen, was also sollten sie mit lauen Aufgüssen davon? Vielleicht wird das nächste Aerosmith-Album tatsächlich eine Scheibe voller cooler Retro-Hardrock-Vibes, aber als Vorbereitung darauf brauchen wir erst mal eine etwas andere Annäherung an die alten Sounds.

„Joe Perry“ entstand, weil wir mit Aerosmith eine einjährige Pause einlegten, ich aber noch haufenweise Songs in der Schublade liegen hatte, die nicht so richtig zur Band passten. Eigentlich wollte ich gar keine Solo-CD veröffentlichen, doch Freunde drängten mich immer wieder, die Aufnahmen nicht verstauben zu lassen. Außerdem ist es besser, ich mache es selbst, als dass meine Frau nach meinem Tod meine Tapes entrümpelt und ich kein Mitspracherecht mehr habe.«

Nachdem du schon auf „Honkin´ On Bobo“ zwei Songs gesungen hast, versuchst du dich jetzt über die komplette Albumdistanz als Frontmann. An das rauchige Organ von Steven Tyler kannst du mit deinen sehr zurückhaltenden Vocals aber zu keinem Zeitpunkt heranreichen.

»Das habe ich auch gar nicht versucht. Anfangs...

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