RH #217Interview

NEAERA

Die neun Pforten

Aufgrund der total unübersichtlichen Metalcore-Schwemme sind es nur noch Details, die über Sein oder Nichtsein einer Band entscheiden. Lediglich die stärksten Truppen werden überleben. Und NEAERA werden dazugehören.

„The Rising Tide Of Oblivion“ ist ein Werk, das das Genre nicht neu erfindet, aber in Sachen Hitfaktor deutlich aus der gesichtslosen Masse der Konkurrenz ragt. Mal mehr, mal weniger offensichtlich zitiert die westdeutsche Truppe die üblichen Vorbilder aus Schweden und lässt Hardcore-Verständnis, aber auch ein Faible für klassischen Metal aufblitzen. Die Songs kommen auf den Punkt, die Breaks und Stimmungswechsel sind durchdacht und wirken nicht aufgesetzt oder übermäßig verfrickelt. Dazu kommt ein Gespür für Riffs, die sich gut im Schädel festfräsen und streckenweise sogar eine gewisse Rockigkeit entwickeln.

»Das ist Absicht«, klärt Gitarrist Stefan Keller auf. »Die Dynamik ist für uns am wichtigsten. Wir wollen nicht unbedingt die Originellsten sein, sondern durch die Verbindung von Extremen auffallen. So trifft zum Beispiel ein Blastbeat auf eine einprägsame Melodie. Jeder Song soll die verschiedensten Nuancen aufzeigen.«

Dieser Vorsatz funktioniert, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Das ist im Vergleich mit vielen austauschbaren Metalcore-Newcomern umso verwunderlicher, wenn man bedenkt, dass die Münsteraner Kapelle noch nicht mal zwei Jahre existiert.

»Wir haben allerdings schon vorher in diversen Bands gespielt. Ich habe eine Weile Power...

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