RH #216Interview

MÖTLEY CRÜE

Fliegende Fäuste

Über 40 Millionen verkaufte Alben, unzählige Frauen, heftige Drogenexzesse, Selbstsucht, Glam und Glitter. Wohl kaum eine zweite Band verkörpert die Gemeinheiten und die raue Dekadenz des Achtziger-Rock´n´Roll so sehr wie MÖTLEY CRÜE. Mit „Red, White & Crüe“ und einer Reihe fulminanter Reunion-Konzerte melden sie sich nun zurück.

Die Essenz der Post-Reunion-Interviews, in denen Sänger Vince Neil bislang in Aktion trat, erweckt fast den Eindruck, als würde sich zumindest ein Teil der Geschichte von MÖTLEY CRÜE gerade wiederholen. Als anstelle des mehrfach bestätigten Nikki Sixx ein furchtbar desinteressierter Vince anruft, liegt die lesenswerte (Skandal-)Bandbiografie „The Dirt“ noch aufgeschlagen auf dem Schreibtisch - erstaunlicherweise genau an der Stelle, an der der ehemalige Bandmanager Doug Thaler die zwei Hauptcharaktere der bunten Band unliebsam gegenüberstellt: Nikki Sixx als Bass spielender Coolnessgott, Bandmotor und zielbewusster Stratege auf der einen Seite, Sonnyboy Vince Neil auf der anderen, der als unbekümmerter Hallodri lieber die Früchte des Erfolgs auskostet, als für seinen Erfolg zu arbeiten.

Das Interview bestätigt dieses Bild, wobei sich der Sänger den Rückfall in alte Verhaltensgewohnheiten durchaus leisten kann. Es könnte derzeit nämlich gar nicht besser laufen für ihn und sein einflussreiches Quartett aus Kalifornien. Nachdem die vielen Musikerwechsel, Greatest-Hits-Veröffentlichungen und stilistischen Experimente der letzten zehn Jahre nur auf wenig...

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