RH #208Interview

PSYCHOPUNCH

Große Posen

Obwohl PSYCHOPUNCH bisher nach jeder Veröffentlichung von den Kritikern mit Lob bedacht wurden, spielen die Schweden erfolgsmäßig nach wie vor in der zweiten Liga der skandinavischen Rotzrocker. Mit einem neuen Label und dem stärksten Album der Bandgeschichte im Rücken versucht man jetzt, endlich auch in der Gunst der Plattenkäufer zur Elite der Szene aufzuschließen.

Aber selbst Gluecifer und den Hellacopters, die den Sprung vom kleinen Indie White Jazz zu größeren, finanziell besser situierten Labels schon vor ein paar Jahren wagten, ist bisher der ganz große Durchbruch versagt geblieben. Ende der neunziger Jahre sorgten White Jazz für Furore, als man u.a. diese beiden Bands ins Rennen schickte, die sich in kürzester Zeit eine treue Fangemeinde erspielten, ihre Aufnahmen vorzugsweise auf Vinyl veröffentlichten und dem in der Zwischenzeit völlig zum Kommerz und Mainstream verkommenen Alternative-Rock der Neunziger den Mittelfinger entgegenstreckten und mit gespreizten Beinen und den großen Posen des Rock´n´Roll eine gehörige Portion Lebensfreude vor die Füße rotzten. Mit PSYCHOPUNCH geht jetzt auch die Speerspitze der zweiten Generation der skandinavischen Rotzrock-Szene von Bord und versucht ihr Glück in Zukunft beim kleinen, süddeutschen Label Silverdust.

»White Jazz sind von M&W, die wiederum zu einem Majorlabel gehören, gekauft worden. Es wurden dann ein paar Leute und Bands entlassen, und wir haben dort für uns keine Zukunft mehr gesehen. Nach vier Alben wurde es...

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