RH #206Interview

SOPHIA

Endlich auf der Sonnenseite

Robin Proper-Sheppard gehört zu den Musikern, die in ihren Anfangstagen hauptsächlich die Schattenseiten des Business kennen lernen durften. Mit den Depri-Rockern The God Machine geriet das in San Diego aufgewachsene Multitalent Anfang der Neunziger schon früh in die Mühlen der Plattenfirmen und verkam zum Spielball der Majorlabels.

Doch damit nicht genug: Kurz nach Fertigstellung des zweiten The-God-Machine-Albums „One Last Laugh In A Place Of Dying“ verstarb mit Bassist Jimmy Fernandez sein bester Freund und treuester Weggefährte an einem heimtückischen Gehirntumor. Dieser Verlust warf Proper-Sheppard endgültig aus der Bahn. Gezeichnet von Trauer und Frustration, entschied er sich dazu, in seiner Wahlheimat London zu bleiben, und konzentrierte sich fortan einzig und allein auf sein eigenes Label Flower Shop Recordings, das er als Antwort auf die Politik der Majors gegründet hatte.

Erst 1996 war der oft als Zyniker verschriene Musiker wieder bereit, ein Instrument anzupacken. Er hob gemeinsam mit ein paar Bekannten SOPHIA aus der Taufe. „Fixed Water“ war ein Debüt, das von endloser Trauer erfüllt war und musikalisch dementsprechend schwermütig aus den Boxen schlich. Krachende Gitarren waren leisen, intim gehaltenen Arrangements gewichen. „The Infinite Circle“ schlug 1998 in eine ähnliche Kerbe, ehe das 2001er Livewerk „De Nachten“ auch wieder die härtere Seite des Künstlers dokumentierte.

Das neueste SOPHIA-Album „People Are Like Seasons“ ist ein in vielerlei Hinsicht...

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