RH #203Interview

EKTOMORF

Tag der Abrechnung

Das fünfte Album der Thrashcore-Extremisten EKTOMORF ist ein Kracher par excellence geworden. Die Ungarn haben mit „Destroy“ einen Eisenhammer aufgenommen, der erbarmungslos zuschlägt. Nicht nur Soulfly- und Sepultura-Fans bekommen bei so viel Herzblut feuchte Augen. Frontguru Zoli nahm sich Zeit für ein erstes Stelldichein.

Metal? Ungarn? Geht das? Und wie das geht! Die ungarische Szene köchelt seit Jahren schon nicht mehr auf Sparflamme. Neben Without Face (Elitist/Earache) und Sear Bliss (Red Stream) sind nun auch EKTOMORF bei einem großen Label untergekommen (Nuclear Blast).

EKTOMORF ist Lateinisch und bedeutet „Verzehrung“. Die Band kommt aus dem kleinen Kaff Mezökovàcshàza, das mitten in der ostungarischen Provinz liegt.

»Hier gibt es nichts außer weiten Feldern, vielen Pferden und garstigem Ostwind. Mit anderen Worten: Wer aus seinem Leben etwas machen will, tut gut daran, sich möglichst schnell zu verabschieden.«

Daran arbeiten die Jungs schon seit Jahren. Doch die Bedingungen sind nicht gerade leicht. Besonders der Umstand, dass sie zur Volksgruppe der Sinti und Roma zählen, die auch in Ungarn eine wenig respektierte und unterdrückte Minderheit darstellen, wirft tägliche Probleme auf. Muss ein Albumtitel wie „Destroy“ dann noch erklärt werden?

»Das Album ist meine Abrechnung mit den Leuten, die uns tagtäglich ausgrenzen und benachteiligen. Ich lasse sie meine Wut spüren, indem ich ihnen sage, was ich von ihnen halte. Die ungarische Gesellschaft ist verlogen...

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