RH #199Interview

DISBELIEF

Zynische Sounds mit gewickelten Trompeten

Eine deutsche Band hat einen Klassiker des extremen Metal vorgelegt. Wann hat es das seit der seligen Teutonen-Thrash-Zeit in den achtziger Jahren mal wieder gegeben? Richtig: überhaupt nicht. Mit „Spreading The Rage” ist DISBELIEF der ganz große Wurf gelungen. Entsprechend selbstbewusst, aber dennoch bodenständig präsentiert sich Frontmann Jagger im Interview.

Jagger, hattet ihr das Gefühl, ein großes Album erschaffen zu haben, als ihr nach den Aufnahmen Andy Classens Studio verlassen habt?

 

»Manchmal merkt man ja bereits nach kurzer Zeit, dass gerade ein besonders gelungener Song entsteht. Dieses Gefühl hatten wir während der Aufnahmen häufiger. Die Stimmung im Studio war durchgehend gut, aber auch sehr konzentriert, da jeder wusste, was zu tun war.«

 

Euer neues Album ist Classens bislang beste Produktion. Wer hat wen zu Höchstleistungen angestachelt? Ist Classen ein Schleifer, der mit scharfen Worten alles aus euch herauskitzelte, oder seid ihr die Folterknechte?

 

»Nichts von beidem. Mitunter sind nur sehr wenige Worte gefallen. Wir mussten uns nicht gegenseitig anstacheln, da die nötige Energie bereits vorhanden war.«

 

„Spreading The Rage” – wieso seid ihr so zornig?

 

»Wir verarbeiten sehr viel Wut in unseren Texten. Es geht um Ungerechtigkeiten und um unsere Meinung darüber. Wir sind weit davon entfernt, eine politische Band zu sein, aber wir sehen es andererseits als unseren Auftrag an, unsere Sicht der Dinge klar auszudrücken.«

 

Einerseits strotzt euer...

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