RH #198Interview

SLAPSHOT

Krieg der Knöpfe

SLAPSHOT gehören zu den letzten Überlebenden des Old-School-Hardcore. Mit gestrecktem Mittelfinger in Richtung aller Entwicklungen, die der HC in den letzten 15 Jahren genommen hat, ackern sich die Bostoner durch ihre Hits, die derbes In-die-Fresse-Geballer, brillante Singalongs und wütend-humorige Texte zu einem Bollwerk verbinden, das heutzutage seinesgleichen sucht.

Frontmann Jack „Choke“ Kelly provoziert schon immer gern. Vor 20 Jahren lief er mit einem Shirt durch Boston, auf das er „Choke“ (to choke = würgen) geschmiert hatte. Seitdem hat er nicht nur seinen Spitznamen weg, sondern beständig Leute auf verschiedenste Arten geärgert. Choke sagt, was er denkt, und tritt dabei immer wieder auf diverse Füße. Sei es wegen seiner unerbittlichen Old-School-Straight-Edge-Attitüde, wegen Songs gegen nichtsnutzige Asi-Punks (´I´ve Had Enough´), wegen plakativer Hassparolen gegen amerikanische Waffennarren (´Shoot Charlton Heston´), wegen Religion im HC (´108´) oder wegen minderwertiger Musikstile (´Crossover Sucks´).

Auf dem neuen Album „Digital Warfare“ pöbelt Choke in ´The Last Laugh´ dermaßen krass gegen Gestalten, die ihm in der HC-Szene auf den Sack gehen, dass er dem Ganzen die Krone aufsetzt. Zitat: „Die, die, die, motherfucker / it´s your time to fry, cocksucker / Force feed you some broken glass / broken bottle up your ass / 12 gauge blast right to your head / skull fuck you after you´re dead...“

»Dennoch habe ich mich beim Schreiben des Songs totgelacht«, grinst der...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen