RH #194Interview

BLACKMAIL

Zerstört Reamonn!

Die Koblenzer Grunge/Sixties-Rocker BLACKMAIL pfeifen auf faule Kompromisse. Statt ihrem Majorlabel immer softere Alben in den Enddarm zu schieben, lassen sie auf "Friend Or Foe?" so heftig wie schon lange nicht mehr die Wände wackeln.

»Unser letztes Album „Bliss, Please“ kann ich mir nicht am Stück anhören, nicht mal beim Autofahren«, geht Sänger Aydo Abay etwas arg hart mit dem Vorgängerwerk ins Gericht. »Erstens ist es zu lang, und zweitens fühlten wir uns bei den Aufnahmen wie in einem Experimentierpark, in dem man mal so richtig Muckis zeigen kann. Diesmal sollte alles kompakter, rockiger und rauer klingen. Wir kauften uns vom Album-Vorschuss ein eigenes Studio und produzierten uns selbst. Unser Label hatte uns zwischenzeitlich zu Andy Gill (ex-Gang-Of-Four-Gitarrist - d.Verf.) nach England geschickt, damit wir endlich mal aus unserem Provinznest herauskommen, aber danach wussten wir vor allem eins, nämlich was wir nicht wollten. Andy hat unseren Sound absolut nicht verstanden. Die Songs, die er ausarbeitete, klangen völlig anders als unser übriges Material. Außerdem hängten sich da sofort irgendwelche Manager-Spacken mit rein, die Writing-Credits für sich beanspruchten. Danke, auf so etwas können wir gerne verzichten!

Bei der nächsten CD wollen wir aber auf jeden Fall wieder mit einem außenstehenden Produzenten arbeiten. Am liebsten wäre mir Chris Goss (Masters-Of-Reality-Mastermind - d.Verf.). Oder wir lassen uns vom Grandaddy-Sänger eine Pop-Platte zusammenstricken....

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