RH #191Interview

SUM 41

Amerikas hässlichste Chartbreaker

Iron Maiden wollen mit ihnen auf Tour gehen, Exodus und Slayer lassen sich gerne mit ihnen blicken, und Amerikas Pop-Punk-Fans verstehen die Welt nicht mehr. SUM 41 sind mehr Metal als die meisten Pappschwertkapellen und beweisen, dass es letztlich pupsegal ist, in welcher Schublade man herumlärmt. Hauptsache, die Songs sind gut.

Und das sind die SUM 41-Hymnen ganz zweifelsohne. Auf den beiden Erfolgsscheiben „All Killer No Filler“ (geht glatt als offizielles Bandmotto durch) und „Does This Look Infected?“ treffen fast schon unverschämt gut gelaunte Mitgrölrefrains auf nie erschlaffendes Riff-Geschredder, treibende Grooves und intelligente Arrangements, für die man schon ein bisschen mehr auf dem Kasten haben muss als drei rudimentäre Schrammelakkorde und schiefes Prollpunk-Geschrei. In den blutjungen Kanadiern vereinen sich die besten Eigenschaften von Edelkapellen wie Bad Religion, Blink-182 und No FX zu einem vor Energie strotzenden Sound-Bastard, dem fast permanent die Sonne aus dem Hintern scheint. Und so ganz nebenbei outen sich die Melody-Core-Shooting-Stars auch noch als beinharte Metal-Fans.

»Wir sind mit Bands wie Maiden, Metallica, Priest und Slayer groß geworden und hören deren Platten auch heute noch«, quakt Sänger und Gitarrist Deryck Whibley in breitestem Toronto-Englisch drauflos. »Mittlerweile haben wir mit Pain For Pleasure sogar ein Metal-Nebenprojekt am Laufen. Benannt ist es nach dem letzten „All Killer No Filler“-Song, den wir eigentlich nur als...

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