RH #189Interview

DEFLESHED

Durstige Männer

Die schwedischen Aggro-Thrasher DEFLESHED erwachten nach drei Jahren aus dem Winterschlaf und lieferten mit "Royal Straight Flesh" einen Klassiker ab. Frontmann Gustaf Jorde äußerte sich dementsprechend fröhlich über früheren Label-Murks, leere Batterien und die Vorzüge kurzer Alben.

»Es scheint, dass uns der Drei-Jahres-Rhythmus geradezu verfolgt«, erklärt Bassist/Sänger Gustaf die lange Auszeit. »Auch zwischen "Fast Forward" und "Under The Blade" lagen drei Jahre. Beide Male mussten wir das Label wechseln. Das kostet natürlich viel Zeit. Als Band durchlebt man da außerdem auch stets einen ziemlich schwierigen Selbstfindungsprozess. Ein anderer Aspekt ist jedoch, dass wir unsere Alben nicht überstürzen wollen. Wir geben immer alle Energie, die wir haben. Danach sind wir leer. Das ist wie bei einer Batterie. Wir brauchen eben drei Jahre, um uns aufzuladen. Erst dann können wir wieder mit derselben Intensität ans Werk gehen. Für Außenstehende ist das schwer zu verstehen, dass eine CD mit einer halben Stunde Spielzeit so aufreibend für uns ist. Aber wir geben wirklich alles. Dafür ist es umso frustrierender für uns, wenn wir wie in der Vergangenheit an Labels geraten, die absolut nichts für uns tun. "Fast Forward" ist bei uns überhaupt nicht mehr erhältlich, und die CD ist gerade mal drei Jahre alt. Solche Sachen treffen uns natürlich sehr schwer und kosten zusätzlich sehr viel Energie. Wir sind nicht die glücklichste Band, was die Business-Seite betrifft. Ich glaube, dass wir Rückschläge leichter verkraften könnten, wenn wir tatsächlich schlecht wären und niemand unsere Musik hören wollte. Aber das ist nicht der Fall. Alle Probleme, die wir hatten, waren reine Labelgeschichten. Ein, zwei Jahre nach "Fast Forward" waren wir auf dem Tiefpunkt. Wir haben zwar nicht gesagt, dass wir uns auflösen, aber wir setzten uns definitiv ein Ultimatum, dass wir nur noch mit einem weiteren Album versuchen wollen, Fuß zu fassen.« ...

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