RH #187Interview

SYMPHONY X

Harsche Flucht nach vorn

Zumindest im Augenblick scheinen SYMPHONY X die Nase voll zu haben von schonungslosen Bombast-Epen in der Machart ihres letzten Albums "V – The New Mythology Suite". Recht so, denn schon lange klangen die Prog-Metaller mit Liebe zur barocken Neoklassik nicht mehr so spannend wie auf ihrem neuen Album "The Odyssey".

Neue Alben des amerikanischen Prog-Metal-Traumduos Russell Allen (v.) und Michael Romeo (g.) werden gemeinhin mit größter Begeisterung angenommen. Die Schreckgespenster, die "The Odyssey" als ein "etwas anderes" SYMPHONY X-Album ankündigten, entfachten heiße Diskussionen: SYMPHONY X auf dem absteigenden Ast? Mitnichten! Sämtliche entstandene Panik kann in Anbetracht des sechsten Studioalbums von SYMPHONY X eigentlich nur verwundern. Denn der 1994 gegründete Primus des weltweiten Neoklassik-Progressive-Metal-Sektors ist keineswegs von seinem bislang erfolgreich gefahrenen Kurs abgewichen. Leichte Schlenker gibt es zwar, aber diese zeugen lediglich von einem klaren Bewusstsein darüber, was die Welt von dieser großartigen Band am allerwenigsten braucht: weitere zum Scheitern verurteilte Aufgüsse der beiden Klassiker "The Damnation Game" (1995) oder "The Divine Wings Of Tragedy" (1996), die noch am ehesten als eine eigenwillige und erhabene Dream Theater/Malmsteen-Fusion durchgehen. Auch der Bauplan ihres Bombastschlachtschiffes "V – The New Mythology Suite" (2000), das an nicht wenigen Fans der Band bedeutungslos vorüberrauschte, wurde dankenswerterweise kein zweites Mal zur Überarbeitung ausgerollt. ...

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