RH #184Interview

SCUMBUCKET

Weg mit dem Sandwich!

Die vierte SCUMBUCKET-CD „Aficionados“ sollte laut Sänger/Gitarrist Kurt Ebelhäuser sein „Weißes Album“ werden. Was es wirklich wurde, erzählt uns sein Bandkollege Guido Lucas, Basser und Produzent der „Brachial-Beatles in Moll“.

»Das mit dem „Weißen Album“ war einfach nur Größenwahn«, lacht Guido. »Wir sind wie immer ohne Songs ins Studio gegangen und haben geguckt, wie sich die Sache entwickelt.«

„Aficionados“ klingt auf jeden Fall deutlich krachiger und Early-Grunge-lastiger als der ohrwürmelige Vorgänger „Finistra“.

»Die einzige Vorgabe, die wir uns gemacht hatten, war, schneller, direkter und rauer zur Sache zu gehen. Während bei „Finistra“ im Sandwich-Verfahren aufgenommen wurde, also jeder Musiker seine Parts einzeln einspielte, ist diesmal alles live und als Gruppe mitgeschnitten worden. Für die Ausrichtung des Albums war jener Moment sehr entscheidend, als Kurt vom großen Amp auf einen kleinen Fender-Combo umsattelte. Da bekam alles einen deutlicheren Live-Touch.«

...und erinnert dadurch noch stärker an die intensiven Sixties, deren psychedelischere Pop-Highlights nach wie vor überdeutlich aus den SCUMBUCKET-Kompositionen herauszuhören sind.

»Die Sechziger sind für uns eine enorm wichtige Epoche. Damals waren die Songs einfach cleverer, witziger und direkter gestrickt. Man hatte mehr Mut zu einfachen Melodien. Außerdem war der Sound nicht so wichtig. Heute wird eine Top-Meldung daraus, wenn Korn zehn Millionen Dollar für eine Plattenproduktion ausgeben. Dabei...

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