RH #182Interview

JETHRO TULL

Flötentöne gegen Hirnfäule

Wer wie JETHRO TULL-Vorturner Ian Anderson in fast 35 Jahren 60 Millionen Alben verkauft und 2.800 Konzerte absolviert hat, darf seine dritte Live-CD/DVD guten Gewissens „Living With The Past“ nennen.

»Als wir ´71 „Living In The Past“ aufnahmen, wählten wir den Titel mit einem Augenzwinkern«, blickt Anderson in seinem herrlich sonoren, urbritischen Tonfall zurück. »Ich habe nie in der Vergangenheit gelebt und tue es auch heute nicht. Wir sind stolz auf viele unserer alten Songs, haben Geschichtsbewusstsein und wissen, woher wir kommen, aber in Nostalgie schwelgen wir deshalb noch lange nicht. Es geht bei Tull nicht darum, Erinnerungen an ach wie tolle goldene Jahre zu wecken. Daher auch der Titel der neuen CD bzw. DVD - wir leben mit, aber nicht in der Vergangenheit.«

Hörst du dir Platten neuer Bands an?

»Natürlich. Frag mich aber nicht, welche gerade besonders hip sind. Das wusste ich mit 16 genauso wenig wie heute. Der Mainstream hat mich nie interessiert. Davon abgesehen, höre ich so ziemlich alle Stilrichtungen, allerdings achte ich sehr darauf, dass ich mich nicht länger als drei, vier Stunden pro Tag mit Musik beschäftige. Zu viel Musik schadet der Kreativität, lässt meine neuen Songideen nicht mehr frisch genug klingen. Wenn ich aus dem Studio komme, lausche ich am liebsten dem Wind in den Bäumen und dem Plätschern des Baches hinter meinem Haus.«

Angesichts eures imposanten Backkatalogs war es sicherlich schwierig, die Setlist für „Living With The Past“ ...

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