RH #179Interview

HARMFUL

Romantiker auf Ochsentour

Geht die Kunst wirklich zu Brote, wie der Dichter Lessing in seinem Trauerspiel „Emilia Galotti" vor 230 Jahren schrieb? Im Normalfall schon - gäbe es nicht immer wieder auch Mucker, die sich einen Teufel um Reichtum, Ruhm und Rabatte bei Ikea scheren und lieber konsequent ihr Ding durchziehen. So wie die Noise-Rocker HARMFUL, die trotz ihres bis dato melodischsten Albums "Wromantic" noch lange nicht mit den Wölfen heulen.

»Jede Band, die länger existieren will, sollte sich irgendwann mal weg vom Sound hin zum Songwriting bewegen. Songs kannst du schreiben, bis du 80 bist, aber einen bestimmten Sound zu vertiefen, klappt höchstens drei Platten lang. Das sieht man doch an Korn und Limp Bizkit. Auch die müssen irgendwann mal anfangen, richtige Songs zu komponieren«, erklärt Sprachrohr Aren Emirze (g./v.) die musikalische Entwicklung von HARMFUL, die sich schon auf dem Vorgänger "Counterbalance" andeutete.

Allerdings vertraute das Ensemble heuer wieder auf die Lauscher von Blu Noise-Labelboss Guido Lucas, nachdem Mastermind Dave Sardy (Slayer, RHCP, Trouble, Bush, System Of A Down, Marilyn Manson etc.) noch beim 2000er Opus Regie geführt hatte.

»Erstens ist Dave viel zu teuer, und zweitens haben wir gemerkt, dass auch er nur mit Wasser kocht. Deshalb wollten wir unbedingt wieder mit Guido arbeiten, der schon unsere ersten beiden Alben "Harmful" und "Apoplexy.136" produziert hatte.«

Obwohl der Kommerzfaktor bei HARMFUL trotz ihrer melodischen Seite eher am unteren Ende der...

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