RH #178Interview

ANDREW W.K.

Der nächste große Hype?

Die englische Presse, auch abseits des Königshauses stets dankbar für medienwirksame Köpfe, hat einen neuen Helden: ANDREW W.K. wird als Retter des Rock´n´Roll-Universums abgefeiert und soll nun endlich die musikalische Glückseligkeit bringen, die uns trotz der ebenso gehypten The Strokes und The White Stripes bisher verwehrt wurde.

 

Auch nach mehreren intensiven Durchläufen des Debütalbums ist es nur schwer nachzuvollziehen, warum ausgerechnet ANDREW W.K. als neuer Heiland die Musikwelt aus den Angeln heben soll. Die tonale Mixtur aus Kiss, Ramones und Meat Loaf klingt zwar ganz nett, löst aber selbst nach dem x-ten Durchlauf keine größeren Adrenalinschübe aus.

Betrachtet man das bisherige musikalische Schaffen von Andrew, kommen der Major-Deal und der aktuelle Wirbel etwas überraschend. Nach ersten Gehversuchen in diversen Punk-Bands verlässt er mit 18 den Mittleren Westen, um in New York sein Glück zu suchen. Ein selbstproduziertes Tape in Verbindung mit dem wohlbekannten Foto veranlasst Dave Grohl, ihn als Support für einige Foo Fighters-Shows zu engagieren. Das Indie-Label Bulb veröffentlicht zwei EPs (´Girl´s Own Juice´, 2000; ´Party ´Til You Puke´, 2001), und schließlich wird er von Mercury gesignt.

Die ganze Geschichte klingt doch arg konstruiert, denn gewöhnlich ist der Weg zum Major-Deal sehr steinig, und in den seltensten Fällen gelangt man so schnell und scheinbar mühelos an das Ziel seiner Träume.

»Ja, das stimmt schon. Ich selbst betrachte es jeden Tag als...

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