RH #169Interview

OHGR

Totgesagte leben länger

Er ist eine Legende: Ogre alias Nivek Ogilvie, einst Frontmann der Industrial-Götter Skinny Puppy, hat alles erlebt und überlebt. Sei es die Gründerzeit der legendären Chicago-Trax-Szene, Glanz und Gloria des nordamerikanischen Industrial der späten Achtziger, all das Chaos, die Skandale oder der Drogenwahnsinn in den Neunzigern - Ogre war immer mittendrin. Jetzt ist der 38jährige mit seiner neuen Band OHGR wieder am Start.

Es ist ein komisches Gefühl, mit jemandem zu telefonieren, dem schon etliche Male ein baldiger Tod vorausgesagt wurde.

»Ich habe eben rechtzeitig die Kurve gekriegt. In welcher deutschen Stadt wohnst du?«

In Hamburg.

»Aha.«

Wann warst du das letzte Mal in Hamburg?

»Oh, Ende der Achtziger vielleicht? Mein Gedächtnis... Ich glaube, einmal war ich mit Pigface dort, ein anderes Mal mit Skinny Puppy. Deutschland war schon immer eine feste Bank für unsere Musik.«

Für Skinny Puppy ist fast die ganze Welt eine feste Bank. Als ihr im vergangenen Jahr einen exklusiven Auftritt bei einem Festival in Deutschland hattet, kamen sogar Musik-Touristen aus Amerika, Australien oder Südafrika.

»Das war richtig cool! Vielleicht liegt es daran, dass wir eine der stursten und konsequentesten Bands der Erde waren. Als wir in Gefahr gerieten, die Rolle des Judas´ zu spielen, haben wir uns rechtzeitig aufgelöst.«

Drogen und interne Streitigkeiten waren aber auch ausschlaggebend.

»Das auch. Jedenfalls lieben die Leute Skinny Puppy noch immer. Man bezeichnet uns als...

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