RH #167Interview

DARKANE

Geistvolle Glasmantelgeschosse

Eine neue Ära extremer Musik hält in Schweden Einzug. Präzisionsarbeit statt Melodie-Fetisch, tiefe und voluminöse Sounds statt Hochglanzstahl, musikalische Globalisierung statt Katzbuckeln vor Vorbildern aus der Nachbarschaft - so lässt sich diese Entwicklung beschreiben. Ganz vorne mit dabei: DARKANE.

Der Weg zu DARKANE zeigt all das Weh und Dilemma, in dem sich das schwedische Volk befindet. Im Raum Helsingborg ist es nämlich Volkssport, samstags mit der Fähre in die dänische Hauptstadt Kopenhagen zu fahren, dort Wochengehälter in Bier und Schnaps zu investieren, sich auf der Rückfahrt bereits gut wegzutrichtern und dann mit Handwagen voller Bierkästen nach Hause zu torkeln.

Geistvolle Glasmantelgeschosse sind also schweineteuer in Svenska. Und dennoch geben sich die Gastgeber alle erdenkliche Mühe, die angereiste Journaille ordentlich abzufüllen. Es dauert nicht lange, bis ein Rudel angetüterter Italiener, Griechen, Franzosen, Holländer, Engländer und Deutscher bereit (breit) ist, ein Album (und auch Bier) zu feiern, das es in sich hat.

Allerdings muss man sich die Musik von DARKANE definitiv nicht schönsaufen. „Insanity“ ist - und das wage ich bereits nach einem Hördurchlauf zu behaupten - ein Killer vor dem Herrn. Die Band hat es geschafft, panzerschwere Riffs, brachiales Drumming und spartanische, aber dennoch wirkungsvolle Industrial-Elektronik mit den extremmetallischen Eigenheiten ihrer Heimat so zu kombinieren, dass ein ureigenes, unverwechselbares Gebräu...

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