RH #160Interview

DKAY.COM

Abgründe auf der Tanzfläche

Der musikalische Stilwechsel, den Jürgen Engler vollzogen hat, ist beachtlich: Stand seine frühere Band Die Krupps für eine fast perfekte Synthese aus Metal-Gitarren und Elektro- sowie Industrial-Sounds, so klingen DKAY.COM auf ihrem Debütalbum "Decaydenz" um einiges melodischer und tanzbarer. Ein Schritt in die richtige Richtung?

Für Engler, der momentan die aktuelle Scheibe der Inchtabokatables produziert (»Coole Band mit einem ureigenen Stil, der von Metal-Gitarren, die auf Celli und Violinen treffen, dominiert wird. Damit konnte ich mich sofort anfreunden!«), ist der Stilwechsel der einzig gangbare Weg gewesen.

»Die Krupps«, erklärt der quirlige Frontmann, »waren Gefangene ihres eigenen Sounds geworden. Ich hatte immer den Anspruch, einen gewissen Crossover-Stil zu etablieren, der grundverschiedene Szenen miteinander verbindet, und das ist uns geglückt. Fakt ist aber auch, dass die letzte Krupps-Scheibe "Paradise Now" (´97 erschienen - d.Verf.) für mich den Höhepunkt dieser Entwicklung dokumentiert. Eine Steigerung wäre danach nicht mehr möglich gewesen.«

Keinesfalls hätten jedoch kommerzielle Überlegungen bei diesem Entschluss eine Rolle gespielt:

»"Paradise Now" erreichte Platz 21 in den Charts und hat sich gut verkauft; ausschlaggebend war lediglich die kreative Sackgasse, in der wir gelandet waren.«

Mit ähnlicher Gelassenheit lässt der Sänger noch mal die Auseinandersetzung mit Rammstein Revue passieren. ´Tear´, ein Song vom "Sehnsucht"-Album, war zum...

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