RH #158Interview

PEARL JAM

Pleiten, Pech & Pannen

Wie Michael Rensen bereits im Vorwort der letzten Ausgabe schrieb, herrscht derzeit bei einigen Plattenfirmen ein etwas befremdliches Geschäftsgebaren. Im Falle von PEARL JAM mussten wir nicht nur auf die übliche Vorab-Bemusterung, sondern trotz Zusage auch auf das Interview verzichten.

Mitte März meldeten wir bei der Plattenfirma Interesse an einer größeren PEARL JAM-Story an. Daraufhin wurde uns ein Interview zugesichert, das entweder Anfang April in New York (Auftritt in der David Letterman-Show) oder Mitte des Monats in Seattle stattfinden sollte. Da ein genauer Termin nicht benannt werden konnte und deswegen von uns kurzfristige Verfügbarkeit erbeten wurde, verzichteten die in Frage kommenden Redakteure in diesem Zeitraum auf Studioreporte im Ausland und Tourbegleitungen. Doch es passierte ungeachtet zigfacher Nachfragen nichts. Ende April hieß es dann, dass wir kein Interview bekommen würden, weil die Band nur zwei für Deutschland geben würde. Wie man schon neulich bei den Smashing Pumpkins gesehen hat, sind in solchen Fällen das Fernsehen und Magazine wie Spiegel, Stern oder Focus wichtiger als Musikzeitschriften, die die jeweiligen Bands jahrelang unterstützt haben. Als Ersatz bot man uns an, dass wir uns Textpassagen eines im Auftrag des Managements geführten, sechsseitigen Interviews zum exklusiven Abdruck aussuchen könnten. Wahrlich keine befriedigende Lösung, da kritische Fragen naturgemäß außen vor bleiben und wir grundsätzlich nur ungern auf externe Quellen zurückgreifen. Letztendlich stimmten wir dieser Möglichkeit zu, doch noch nicht einmal diese Minimalanforderung konnte das Label erfüllen. Der zuständige Promo-Chef verabschiedete sich nämlich in den Urlaub, ohne seine Kollegen über die getroffene Absprache zu informieren, so dass das komplette Interview zeitgleich an alle Medienpartner herausgegeben wurde und wir keine Chance mehr hatten, die interessantesten Fragen für das Rock Hard zu reservieren. ...

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