RH #156Interview

VADER

Quickie in Uniform

VADER sind die neuen Könige des europäischen Death Metal. Ihr denkt, das ist haltlos übertrieben? Nicht, wenn man das aktuelle Hammeralbum „Litany“ als Maßstab nimmt. Um dieses brutale Brett zu toppen und damit die Totschläger-Krone wieder zurückzuerobern, werden sich die bisherigen Thronhalter Bolt Thrower gehörig ins Zeug legen müssen.

Mächtig ins Zeug legten sich wohl auch VADER beim Eintrümmern der elf neuen Songs. (Knorke Überleitung, Stappi! - Red.) Die vier Polen haben im Studio anscheinend richtig Gas gegeben. Zumindest würde das erklären, warum „Litany“ gerade mal eine halbe Stunde lang aus den Boxen hämmert. War vorab nicht die Rede von gut 40 Minuten Gesamtspielzeit?

»Na ja, als wir alle Songs komplett eingeholzt hatten, stellte sich heraus, dass das Material mal wieder nur für eine halbe Stunde reicht «, erzählt Peter Wiwczarek, Sänger und Gitarrist der bereits seit 1985 existenten Band. »Unsere Musik ist extrem komprimiert. Da ist es logisch, dass die einzelnen Songs eher kurz ausfallen. Außerdem sind zwei Minuten VADER vergleichbar mit fünf Minuten irgendeiner anderen Band. Wir spielen nun mal sehr intensiv und schnell.«

Trotzdem steht eure Scheibe, so intensiv sie auch sein mag, für 30 Märker oder mehr in den CD-Läden...

»Klar, aber ich bin doch nicht für die Preispolitik der Plattenindustrie verantwortlich«, interveniert Peter. »Mein Job ist es, gute Songs zu komponieren. Für eine schnelle und extreme Death Metal-Combo sind 30 bis 35 Minuten völlig...

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