RH #156Interview

KRISIUN

Filigran brutal!

Die drei brasilianischen Brüder haben mit ihrem neuen Longplayer „The Conquerors Of Armageddon“ einmal mehr Maßstäbe im extremen Death Metal gesetzt - und zwar sowohl in puncto Kompromisslosigkeit als auch in spieltechnischer Hinsicht.

Leider bleibt die musikalische Klasse des Trios vielen verschlossen, weil KRISIUN ihr technisches Können hinter superbrutalen, ausschließlich in Höchstgeschwindigkeit abgefeuerten Death Metal-Granaten verstecken. So gewinnen die drei Maniacs zwar jedes Härte-Duell und lassen Marduk, Dark Funeral, Angelcorpse und Konsorten weit hinter sich, aber die Abwechslung bleibt dabei etwas auf der Strecke. Man muss schon genauer hinhören, um zu erkennen, dass KRISIUN absolute Könner an ihren Instrumenten sind, die ihre Songs mit vielen technischen Details ausschmücken. Würde man ab und zu den Fuß vom Gaspedal nehmen, würden auch die laufend eingestreuten Killer-Breaks (noch) besser zur Geltung kommen.

»Wir nehmen solche Denkanstöße durchaus ernst, auch wenn wir natürlich nicht vorhaben, unseren Stil zu ändern«, meint Gitarrist Moyses Kolesne, der inzwischen fast genauso gut deutsch wie englisch spricht und die Kritik zum neuen KRISIUN-Album im letzten Rock Hard gelesen hat. »Vielleicht wird´s in Zukunft auch mal ein, zwei langsamere Songs von uns geben, was den Sound dann sicher etwas abwechslungsreicher macht. Wir legen selbst größten Wert auf Eingängigkeit und bauen deshalb entsprechende Breaks ein, aber vielen sind wir trotzdem zu extrem.«

Was Moyses...

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