RH #152Interview

RAGE AGAINST THE MACHINE

Robin Hood reitet wieder

Die Zeiten, in denen politisches Engagement „in“ war, sind spätestens seit der großen Asylrechtsdebatte ´93 vorbei. Hedonismus und stumpfe Konsumlethargie haben weite Teile der westlichen Welt gelähmt und ermöglichen es den Regierungen und den hinter ihnen stehenden Großkonzernen, die Freiheitsrechte der Bürger immer massiver und vor allem widerstandsloser einzuschränken. Eine RAGE AGAINST THE MACHINE-Textzeile wie „Fuck you - I won´t do what you tell me!“ ist in einer solchen gesellschaftlichen Dürreperiode wichtiger denn je.

»Sämtliche Musik ist politisch!« konstatierte R.A.T.M.-Gitarrist Tom Morello bereits im fünfseitigen Interview in unserer November-Ausgabe (RH 150). »Jede Musik, auch völlig weltfremde, konfrontiert den Zuhörer mit gewissen Werten, und der Großteil der Musik läßt die Menschen vor ihren wirklichen Problemen flüchten, anstatt sich ihnen zu stellen. Deshalb sind angeblich unpolitische Bands letztlich genauso politisch wie Gruppen, die klar Stellung beziehen.«

Die Vehemenz, mit der sich R.A.T.M. für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen, hätte die Band in den letzten Jahren mehr als einmal fast auseinandergerissen.

»Jeder von uns hat unterschiedliche Vorstellungen davon, wie wir uns im Musikgeschäft bewegen und verhalten sollen, damit unsere Messages eine möglichst große Wirkung haben. Zack (de la Rocha, Sänger & Texter - d.Verf.) ist z.B. sehr viel stärker als ich der Auffassung, daß die Popkultur dazu tendiert, alles bis zur Unkenntlichkeit...

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