RH #150Interview

WILL HAVEN

Zu alt für den Teufel

Seine Platte nach dem Teufel zu benennen, ist ein ebenso schlichtes wie eindeutiges Statement. So geschehen im Falle von WILL HAVENs ´97er Longplayer „El Diablo“, einem NeoNoiseCore-Werk, das die Zielgruppe schwer begeisterte. Zwei Jahre später ist alles anders. Das Quartett hat sich einen weit metallischeren Sound zugelegt, den Zweitling ganz harmlos „WHVN“ benannt, und mit HC will man auch nix mehr zu tun haben.

»Die letzte Platte sollte eigentlich gar nicht „El Diablo“ heißen«, betont Jeff, Gitarrist der Band aus Sacramento. »Wir hatten jedoch schon das Artwork. Das Foto von unserem Sänger Grady mit der Teufelsmaske wirkte so gut, daß wir das Album einfach so nennen mußten.«

Und wie kam der Sinneswandel zustande, das neue Werk ganz unspektakulär „WHVN“ zu taufen?

»Die Leute erwarteten erneut etwas besonders Extremes und Bösartiges von uns – eine echte Noise-Platte. Wir wollten dem einfach nicht entsprechen. Wir wollen nicht als „böse Band“ abgestempelt werden, die nur für ihr Image bekannt ist, sondern auch als Musiker anerkannt werden. Wir sind da einfach rausgewachsen.«

Die Texte sind jedoch noch genauso negativ.

»Sie handeln eben von den Dingen, die unser Sänger durchmacht, und davon, was er an sich selbst nicht leiden kann. Grady ist mein bester Freund, seit wir zehn Jahre alt sind. Er ist ein großartiger Mensch, er schreibt eben nur gerne solche Texte. Für mich ist das nicht anders: Ich bin sehr ruhig, und diese Musik ist eine Möglichkeit, Aggressionen...

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