RH #146Interview

MERAUDER

Giftige Karatekämpfer

Das gab’s nur einmal, das kommt nie wieder: Vor etwa drei Jahren wurde True Metal-Präsident Kühnemund seinen Prinzipien beinahe untreu und war drauf und dran, ins Hardcore-Lager zu wechseln. Der Grund: "Master Killer", das Debüt der Metalcore-Truppe MERAUDER. Mit ihrem zweiten Dampfhammer "Five Deadly Venoms" liefern die Rabauken aus Brooklyn nun erneut viel mehr Metal, als der Hardcore erlaubt.

Sie knallten einst in die Welt wie ein Gewitter. Ende 1995 klappten sowohl der Hardcore- als auch der Thrash-Szene kollektiv die Kauleisten nach unten, denn so etwas wie "Master Killer" hatte es seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben. MERAUDER, ein finsterer und rüpeliger Haufen, führte die bisherige Definition für Metalcore ad absurdum. "Master Killer" kombinierte Hardcore alter Schule à la Cro-Mags mit Fies-Metal vom Kaliber Carnivore und rollender Heaviness, wie sie Crowbar zelebrieren. Plötzlich war der Act in aller Munde, begünstigt durch eine Tour im Vorprogramm der Böhsen Onkelz und die Teilnahme am ´96er Dynamo Open Air. Und so überraschend, wie die Band aus dem Nichts auftauchte, so flugs war sie auch schon wieder vom Erdboden verschwunden.

"Eine blöde Geschichte", kommentiert Klampfer Sob die vergangenen drei Jahre unfreiwilliger Band-Ferien. "Jedes Bandmitglied war der Meinung, sein Side-Project sei wichtiger als MERAUDER. Mich eingeschlossen. Wegen dieser Idiotie, die Egos gnadenlos ausleben zu müssen, lag die Band ewig auf Eis. Dann gab’s noch handfesten Ärger mit unserem...

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