RH #146Interview

LACRIMOSA

Verheerende Folgen

"Elodia" heißt er, der sechste akustische Beweis von Tilo Wolff & Co., daß Gothic-lastige Musik auch jenseits der üblichen Tränentreiber-Klischees funktioniert – und das, obwohl das Konzept Nörgler und Besserwisser bereits im Vorfeld abgeschreckt hat: Liebe.

Daß die Gratwanderung allerdings derart famos funktioniert, liegt nicht nur an der gewohnt unkitschigen lyrischen Umsetzung (sehr unkitschig auch... - mr), sondern auch an der musikalischen Untermalung, die die Stilarten Metal und Klassik so gekonnt verbindet wie selten zuvor. Was allerdings kein wirkliches Wunder ist, konnte man doch auf das mehr als renommierte London Symphony Orchestra zurückgreifen (siehe auch "Lauschangriff" in RH 145), das allerdings ein nicht gerade kleines Loch in die Bandkasse gerissen hat.

"Die Verkaufszahlen werden sicherlich gut ausfallen. Allerdings wird es wohl unmöglich sein, die Produktionskosten wieder einzuspielen – um das zu schaffen, müßten wir schon ein riesiger Act aus Übersee sein", berichtet Mainman Tilo Wolff.

Darüber hinaus dürfte es in Zukunft auch nicht gerade einfacher werden, das Material live umzusetzen.

"Ach, das sehe ich eigentlich nicht so. Ich verstehe LACRIMOSA nicht als aufgesetztes Theater-Projekt, da wir auf der Bühne schlicht und einfach eine Rockband sind. Insofern ist es egal, was wir im Studio machen – ein Song ist ein guter Song, wenn man ihn mit verschiedenen Mitteln umsetzen kann. Etwas aufzublasen, ist einfach, deshalb haben auch viele Combos Angst, daß...

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