RH #145Interview

ANGEL DUST

Im Angesicht des Todes

Comebacks von glorreichen 80er-Combos gab es in den letzten Jahren mehr als genug - doch nicht alle waren so erfolgreich wie das der ruhrpöttlichen Metal-Institution ANGEL DUST, die vor einigen Wochen mit „Bleed“ bereits das zwote Album der neuen Ära rausgehauen hat. Mächtig aufgewirbelter (Engels-)Staub und der verdiente dritte Platz im April-Soundcheck waren die Folge. Kaiser Boris gratulierte.

Hört man sich „Bleed“ das erste Mal an, fällt sofort auf, daß das Album zwar die auf „Border Of Reality“ eingeschlagene Richtung beibehält, insgesamt aber noch einen Tick ausgereifter klingt. Will meinen, die Tracks kommen besser auf den Punkt. Wo seht ihr denn die Hauptunterschiede zum Vorgänger?

»Der Sound ist diesmal noch besser, da wir mit Siggi Bemm produziert haben«, weiß Gitarrist Bernd Aufermann freudig zu berichten. »Der Mann weiß einfach, wie ein Album zu klingen hat, zumal er auch jeden Knopf in seinem Studio in- und auswendig kennt. Vom Songwriting her haben wir den Schwerpunkt diesmal mehr auf Groove gelegt. Die Tracks an sich verbreiten eine nachdenklichere, düsterere Atmosphäre als die auf „Border Of Reality“. Wir haben uns unbewußt in diese Richtung bewegt, insofern kann man von einer natürlichen Entwicklung sprechen.«

Keine Frage. Vor allem, weil „Bleed“ - genau wie der alles in allem kaum schwächere Vorgänger - sehr homogen klingt und zu keiner Sekunde den Eindruck erweckt, konstruiert zu sein. Dennoch: Hättet ihr tatsächlich damit gerechnet, daß ihr euch bereits...

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