SYSTEM OF A DOWN

SYSTEM OF A DOWN sind vier sympathische Jungs aus unterschiedlichen Ecken Südkaliforniens. Ihre große Gemeinsamkeit: Sie sind alle Nachkommen armenischer Einwanderer und verbinden tollen Crossover à la Chili Peppers oder Faith No More mit orientalischen Einflüssen.

Plattenmogul Rick Rubin kam, sah und signte den Haufen nach einer Show im Viper Room vom Fleck weg. Schleuti rief bei diesem Namedropping sofort die Hype-Polizei, hatte beim Hören des Debütalbums offensichtlich Stöpsel in den Ohren und stopfte SYSTEM OF A DOWN in die L.A.-Szene-Schublade. Gut gebellt, aber "wir haben uns selbst nie als Teil der Szene in L.A. begriffen. Wir tauchten dort erst auf, als wir anfingen, in L.A. Shows mit lokalen Bands zu spielen", weist Bassist Shavo Odadjian diesen Verdacht von sich. Trotzdem taucht auf der Thankslist die gesamte Korn & Co.-Familie auf.

"Wir haben halt zusammen gespielt und sind auch miteinander befreundet, aber wir passen trotzdem nicht zusammen in eine Schublade. Unser Sound ähnelt ihrem nicht sonderlich", ergänzt Bühnen-Aktivposten Daron Malakian (g.) treffend.

Ein immer wieder auftauchendes Thema in den Lyrics ist der Genozid an der armenischen Volksgruppe im sich auflösenden osmanischen Reich.

"Als das nach dem Ersten Weltkrieg aufgedeckt wurde, tat man die Toten lapidar als „Kriegsopfer“ ab. Damals wurde versucht, eine ganze Nation auszuradieren, und die einzige Regierung, die das bis heute geächtet hat, ist die Frankreichs. Hey, diese Verbrechen wurden am...

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