RH #134Interview

MADBALL

Störtebekers Erben

Das Line-up von C.I.A., die mit ”Codename Freibeuter” ein amtliches Debüt vorlegten, liest sich wie das „Who´s Who“ der deutschen Punk-Szene. Neben Gitarrist Elf, der schon bei Slime und Abwärts die Axt schwang, mischen noch weitere illustre Gestalten mit, die sich ihre musikalischen Sporen bei mehr oder weniger wichtigen Bands wie Heiter Bis Wolkig, den Mimmis, den Rubbermaids, Inferno oder den Abstürzenden Brieftauben verdienten. Blei Wendel knöpfte sich die beiden Sänger Dirk und Marco vor.

Eines kann man der Truppe, die sich Church Of Independent Assholes nennt, jetzt schon bescheinigen: Sie hat wieder frischen Wind in die hiesige Punkrock-Szene gebracht, die ein alter Hase wie Ex-Slime-Shouter Dirk jedoch recht nachdenklich betrachtet:

"Man muß sich mittlerweile ernsthaft fragen, ob die Szene überhaupt noch existiert. Für mich ist Punkrock eine Lebenseinstellung - unabhängig davon, ob man sie durch einen Iro, lange Haare oder irgendwie anders ausdrückt. Das ist mir ehrlich gesagt scheißegal. Ich bin schon lange nicht mehr so verbohrt, wie ich und viele andere Punks es Anfang der Achtziger waren. Diese Uniformierung ist aus heutiger Sicht vollkommener Blödsinn gewesen, denn es geht doch heute wie damals im wesentlichen darum, sein Leben selber zu bestimmen und sich keinen Regeln oder Mechanismen zu unterwerfen, weder denen der linken Gruppierungen noch denen des Staates. Ich kenne Leute, die ich auch heute noch als Punkrocker bezeichnen würde. Ob sie es selber tun,...

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