RH #132Interview

MONSTER MAGNET

Mehr Schall, weniger Rauch

Drei Jahre nach dem meisterlichen Retro-Paukenschlag "Dopes To Infinity" schickt sich der Vierer MONSTER MAGNET an, mit seinem sechsten Album "Powertrip" nach den Sternen zu greifen.

Weitab vom hektischen New Yorker Wolkenkratzer-Wahnsinn, in der beschaulichen 8th Street, können Rock-Fanatiker ehrwürdige Historie atmen. Dort befindet sich das von außen eher unscheinbare Electric Ladyland Studio, in dem sich einst Gitarrengott Jimi Hendrix zwischen den Aufnahmen in den alten Ledersessel flegelte und das eine oder andere Kräutlein schmauchte. Erzählt zumindest die Putzfrau des Studios, die allerdings rein altersmäßig gar nicht dabeigewesen sein kann. Aber was soll´s, ihre Geschichte klingt halt so schön. Natürlich dachte ich, daß die meist als ständig zugedröhnte Dauerkiffer dargestellten Monstermagneten den Aufnahmetempel so sehr vernebeln würden, daß man bereits unmittelbar nach dem "Hallöle"-Sagen dank des passiven Mitrauchens durch die Räume schwebt und sich einbildet, die Königin von England zu sein. Ganz falsch. Bandchef David Wyndorf ist so nüchtern wie die FDP nach den Wahlprognosen, steht fest auf seinen stämmigen, kurzen Beinen und hält eine souveräne Ansprache:

"Also, Freaks: Hört euch alle Songs in Ruhe an, sie sind unser Herzblut, wir haben an ihnen gearbeitet wie die Verrückten. Es ist purer Rock - wenn ihr tanzen wollt, hier ist genug Platz. Und wenn ihr euch zum Fortpflanzen inspiriert fühlen solltet, dann seid so frei und bumst."

Danach verschwindet der...

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