RH #131Schwatzkasten

RITCHIE BLACKMORE

RITCHIE BLACKMORE

Der Name Ritchie Blackmore ist aus der Musikgeschichte nicht mehr wegzudenken. Von Deep Purple über Rainbow bis hin zu seinem aktuellen Projekt Blackmore's Night hat er alle Dimensionen der Musik ausgelotet. Doch so unbestritten seine kreative Kompetenz auch ist, dem Magier der sechs Saiten eilt zugleich der Ruf voraus, schwierig, arrogant, unfreundlich und eingebildet zu sein.

Wo wurdest du geboren?

"In Weston-Super-Mere in England. Im gleichen Ort kam übrigens auch John Cleese von Monty Python zur Welt, den ich sehr bewundere. Als ich zwei Jahre alt war, zog meine Familie nach Heston in der Nähe von London. Dort ging ich zur Schule und hatte im Alter von elf Jahren ein Schlüsselerlebnis: Ein Schulkamerad brachte seine superbillige Gitarre mit in die Schule, und ich war wie hypnotisiert. Ich mußte einfach eine Gitarre haben! Es war fast wie bei einer Frau, die man sieht und die einen nicht mehr losläßt. Nachdem ich meine Eltern überzeugt hatte, mir das Geld zu geben, schleppte ich meinen Vater zu einem Gitarrenladen, und er sagte zu mir: "Wenn du nicht lernst, Gitarre zu spielen, werde ich das Teil auf deinem Kopf zertrümmern!" Mit 18 kam ich zum ersten Mal nach Deutschland, als ich mit Jerry Lee Lewis im Hamburger Starclub spielte. Ich spürte damals, daß etwas Einschneidendes passiert war: Ich hatte das Gefühl, zu Hause zu sein, und seit jenem ersten Besuch 1963 war ich immer bestrebt, nach Deutschland zurückzukommen. England fand ich von Anfang an langweilig. Ich liebte es, wie man in Deutschland heftig arbeitete, heftig spielte und heftig trank." ...

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