RH #131Interview

DRUCKKAMMER

Hose runter beim Frühstücksbier

Die Zahl der guten deutschsprachigen HC-Releases ist leider sehr begrenzt. Eine Ausnahme sind DRUCKKAMMER aus Jena, die trotz ihres zugegebenermaßen recht bescheuerten Namens mit dem Longplayer "Wir in uns" aufhorchen ließen.

 

In Fanzines werden sie als die deutschen Earth Crisis bzw. Turmoil abgefeiert. Grund genug, Sänger Ralf an die Strippe zu holen, um mir ein wenig thüringische Mundart um die Ohren ballern zu lassen.

Der Frontmann klingt auffällig abgekämpft und erklärt mir erstmal, daß er gerade vom American Football-Training kommt. Auf meine Frage, warum er Football gegenüber dem teutonischen Volksport Fußball den Vorzug gibt, holt er kräftig aus.

»Mich fasziniert die Taktik. Für Außenstehende sieht's vielleicht so aus, als ob sich ein Haufen Geschädigter auf dem Platz rumprügeln würde, aber so ist es nicht. Außerdem hasse ich Fußball. Ich muß mir das echt nicht geben, weder live im Stadion noch im Fernsehen. Das liegt aber mehr an den Fans als an dem Spiel selbst. Eine Horde fetter, grölender Besoffener, die sich am liebsten auch noch mit den Ordnern kloppen oder untereinander die Köpfe einschlagen.«

Vielleicht hat seine Abneigung gegen Fußball auch damit zu tun, daß Thüringen sich bis jetzt nicht gerade rühmlich im Kampf um den schwarzweißen Ball hervorgetan hat. Aber zurück zur Musik.

»DRUCKKAMMER gibt´s jetzt seit November 1995. Wir wollten damals noch eher in Richtung Sullen gehen, haben also mehr den smoothen Sound gespielt. Irgendwann war uns das aber...

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