RH #120Interview

PRETTY MAIDS

The best is jet to come

Musikalisch eine Macht, als Liveband Legende, kommerziell tief im Underground: Mit „Spooked“ haben die Überlebenskünstler und unerschrockenen Trendverächter PRETTY MAIDS ihren Fans erneut ein vollendet ausgereiftes melodisches Heavy Metal-Album hingelegt - und sich damit ordentlich in „Schwierigkeiten“ gebracht...

...denn schon zu Anfang dieses Jahrzehnts reichten dem leidenschaftlichen Live-Act hundert Minuten Spielzeit pro Gig bei weitem nicht aus, um die zahllosen Klassiker-Tracks samt und sonders an einem Abend auf die Bühne bringen zu können. Wie schaut´s da erst 1997 aus? Immerhin haben die dänischen Ohrwurmkönige, die seit rund 15 Jahren ihren ganz eigenen Acker zwischen Rainbow und Iron Maiden bearbeiten, mit dem sechsten Longplayer „Spooked“ ein Scheibchen fabriziert, das nicht nur von unserem Chefgötz als "das beste PRETTY MAIDS-Album seit „Future World“" abgefeiert wird.

Ronnie Atkins, unter den technisch anspruchsvolleren Sängern der letzten 20 Jahre mit Sicherheit der größte Kettenraucher (die meisten Kollegen seiner Liga sind Abstinenzler, die ihre Stimmbänder vorsichtiger behandeln als frischgelegte Eier), zieht zunächst genüßlich an seiner x-ten Kippe, bevor er in aufgeräumter Stimmung loslegt:

"Tja, den Eindruck hatte ich auch, als ich mir die Scheibe mit ein bißchen Abstand vor ein paar Tagen in aller Ruhe angehört habe. Vor allem im direkten Vergleich zu unserem letzten Album „Scream“. Was unsere Live-Setlist betrifft: Ich weiß, daß es unmöglich ist, alle...

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