RH #118Interview

ST. MUCUS

Schornsteinfeger mit Gasmaske

In Finnlands Hauptstadt Helsinki kommen auf gut 500.000 Einwohner gerade mal 20 Schornsteinfeger. Einer von ihnen ist der ehemalige Waltari-Drummer Sauli „Sale“ Suomalainen, der live übrigens nur mit Gasmaske (!) trommelt. Aber auch ST. MUCUS-Sänger/Gitarrist Janne Kerminen scheint nicht mehr alle Latten am Zaun zu haben. Das meinte zumindest der Hessenkaiser nach einem kurzen Telefongespräch mit dem introvertierten Sprachrohr der Nordländer.

"Gegründet wurden ST. MUCUS 1992", erzählt Janne in sehr schwer verständlichem Englisch. "Allerdings haben wir anfangs noch eher grungelastige Musik gemacht, was sich auch auf unseren beiden ersten Releases, der „Evacuate The Bowels“-EP und dem Album „Natural Mutation“, hörbar niederschlug. Erst als uns unser damaliger Sänger Pasi, der mittlerweile bei Amorphis gelandet ist, verlassen hat, haben wir uns endlich härteren, metallischeren Klängen zugewandt. Außerdem übernahm ich zusätzlich noch den vakanten Posten hinterm Mikro."

Und dort scheint sich Herr Kerminen ausgesprochen wohl zu fühlen, wie der aktuelle Silberling „Am I Blood“ beweist. Dabei erinnert die Stimme von Janne so sehr an die des Kollegen Hetfield, daß man phasenweise meint, die Fab Four aus der Bay Area wären „von den Toten auferstanden“ bzw. hätten ihre „Load“-Grütze nie verzapft. Zumal auch musikalisch Parallelen zu Metallica-Longplayern wie „Master Of Puppets“, „...And Justice For All“ und dem schwarzen Album auszumachen sind.

"Zugegeben, meine Stimme klingt wie die...

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